Jeder Unternehmer, der auf Onlinemarketing setzt, wünscht sich, dass seine Website möglichst weit vorn in der Trefferliste der Suchmaschinen landet. Nur wer gefunden wird, kann potentielle Kunden überzeugen. Unter den Top 10 auf Seite 1 angezeigt zu werden ist natürlich das Nonplusultra. SEO und SEA sind Bestandteile des Suchmaschinenmarketings und helfen dabei dieses Ziel zu erreichen. Während der Begriff SEO mittlerweile vielen Menschen geläufig ist, entstehen bei dem Thema SEA häufig noch sehr viele Fragezeichen in den Köpfen. Dieser Artikel hilft Ihnen dabei, die Unterschiede zu verstehen und unterstützt Sie bei der Ausrichtung Ihrer Online-Marketingstrategie.

SEO = Search Engine Optimization

SEO ist die so genannte Suchmaschinenoptimierung. Das ist ein sehr weites Feld und einen eigenen Artikel wert. Aus diesem Grund erläutere ich Ihnen hier nur die grundsätzliche Bedeutung.

Kurz gesagt bedeutet Suchmaschinenoptimierung, dass Sie Ihre Website so aufbauen, dass Google sie positiv bewertet und den Inhalt für den Nutzer relevant findet. Auch wenn der Suchalgorithmus von Google nicht vollständig offenbart wird, gibt es natürlich Erkenntnisse darüber, wie er funktioniert. Dieses Wissen können Sie einsetzen, um die Bewertung Ihrer Seite zu verbessern und bei Suchanfragen, die Ihr Thema betreffen, weiter vorne angefragt zu werden.

Damit sind einerseits die Inhalte auf Ihrer Seite, wie Texte, Videos und Bilder gemeint. Andererseits sind technische Anforderungen und Backlinks relevant. In meinem Artikel: Woran erkenne ich gute Website-Texte bekommen Sie Tipps für die Texterstellung.

Einer der wesentlichen Vorteile von SEO ist, dass die Maßnahmen, wenn sie erst greifen, eine langfristige Wirkung haben. Außerdem fallen keine zusätzlichen Kosten an. Der Erfolg ist allerdings nicht sofort spürbar. Es kann einige Monate dauern, bis Google die Bewertung Ihrer Seite verbessert.

SEA = Search Engine Advertising

Als SEA bezeichnet man die Suchmaschinenwerbung. Sie ist ebenso wie SEO Teil des Suchmaschinenmarketings und funktioniert folgendermaßen: Sie bieten auf ein Keyword, das für Ihr Business relevant ist. Sobald ein Nutzer nach diesem Keyword sucht, erscheint Ihre Website unter den ersten Treffern. Diese wird von Google als Anzeige gekennzeichnet. Für jeden Klick auf Ihre Seite als Resultat aus der Suche, müssen Sie eine Gebühr an Google bezahlen. Die Kosten hängen davon ab, wie groß die Konkurrenz hinsichtlich des Keywords ist.

Der Vorteil von SEA ist, dass die Erfolge sofort spürbar sind. Sobald Sie anfangen, für Klicks zu bezahlen, erscheint Ihre Anzeige auf der ersten Seite. Allerdings müssen Sie wie beschrieben für jeden Klick eines Nutzers bezahlen. Es wäre also wichtig, auszuwerten, wie viel mehr Umsatz Sie durch diese Maßnahme generieren. Nur so können Sie für sich bewerten, ob die Investition in SEA sinnvoll ist.
Nachteilig sind die laufenden Kosten und der sofortige Rankingverlust, sobald Sie nicht mehr in AdWords investieren.

SEO oder SEA: Was ist besser?

Die erste Seite der Trefferliste der Suchmaschine hat in der Regel 10 Plätze für organische Ergebnisse und zeigt maximal 4 Anzeigen oberhalb der Trefferliste und maximal drei darunter an. Jede Seite zeigt also SEO und SEA Treffer an. Damit hat beides seine Daseinsberechtigung.

Doch was ist nun besser? Die Antwort auf diese Frage hängt vom konkreten Ziel des einzelnen Websitebetreibers ab.
SEA ist immer dann sinnvoll, wenn Sie eine neue Marke haben, die Sie möglichst häufig präsentieren wollen. Auch bei Keywords, die von großen Konzernen dominiert werden, können AdWords manchmal die einzige Möglichkeit sein, um auf die vorderen Plätze zu gelangen.
SEO hingegen setzt auf Nachhaltigkeit und überzeugt durch qualitativ hochwertigen Content. Landen Sie durch SEO-Maßnahmen in Bereich der oberen Treffer wissen Sie, dass der Inhalt Ihrer Seite Ihre Kunden und Interessenten auch anspricht. Außerdem verbessert hochwertiger Content Ihren Ruf und macht deutlich, dass Sie Experte auf Ihrem Gebiet sind.

Gemäß sistrix werden SEO-Treffer signifikant häufiger geklickt als SEA-Anzeigen. Der Anteil der SEO Klicks liegt derzeit bei über 90%.

Wenn Sie sich für SEA-Maßnahmen entscheiden, sollten Sie die langfristige Perspektive nicht aus den Augen verlieren. Am sinnvollsten ist es zweigleisig zu fahren und neben SEA auch das organische Ranking zu verbessern. So können Sie die SEA Kosten irgendwann einsparen.

Fazit

Als Texterin bin ich natürlich eine SEO Verfechterin :-).
Mit guten Texten empfehlen Sie sich bei Interessenten und verstärken die Bindung zu bereits bestehenden Kunden. Und vergessen Sie nicht, dass Ihre Website an 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr für Sie arbeitet.

Ich beachte ehrlich gesagt die Anzeigen in der Trefferliste bei meinen Suchanfragen nicht. Da ich weiß, dass sie gekauft sind, vermute ich dahinter nicht das beste Ergebnis für meine Suche. Ich empfinde sie als das, was sie sind: eine Werbeanzeige. Aber das ist natürlich nur meine ganz persönliche Meinung. Wie geht es Ihnen? Unterscheiden Sie zwischen Anzeigen und anderen Ergebnissen bei Ihrer Suche? Ich freue mich auf Ihre Kommentare.