Ich war sehr erfreut, als ich bei meiner Recherche für diesen Artikel über das aktuelle Google Update BERT gestolpert bin. Nur der Form halber sei erwähnt, was die Abkürzung bedeutet: „Bidirectional Encoder Representations from Transformers“.

BERT ist nach Angaben von Google die größte Veränderung im Suchalgorithmus seit etwa fünf Jahren. Das Update soll dazu führen, dass nicht mehr nur einzelne Schlagwörter in Suchanfragen erkannt werden, sondern dass der Sinn von Satzteilen oder sogar ganzen Sätzen von der Suchmaschine verstanden“ wird.

Diese Veränderung ist ein weiterer Meilenstein zur Verbesserung der Textqualität im Internet. Als Texterin freue ich mich sehr darüber, denn es macht wesentlich mehr Spaß Texte für Menschen zu schreiben, als für Suchmaschinen. Ich sage also: Danke BERT!

Die Ziele einer Website sind, unter anderem Aufmerksamkeit zu erzeugen, als Unternehmen gefunden zu werden, Kunden zu gewinnen und Informationen zu vermitteln. Ein wesentlicher Bestandteil, um diese Ziele zu erreichen, sind gute Texte. Aber was macht denn nun einen guten Website-Text aus?

1. Schreiben Sie Unique Content

Der Text darf nicht aus anderen Seiten zusammen kopiert sein. Plagiate sind ein No-Go für Texter. In der Schule wurde Abschreiben auch bestraft. Außerdem erkennt die Suchmaschine, wenn es sich um eine Kopie handelt, und bewertet den Text deshalb schlechter. Achten Sie also darauf, dass Ihre Texte aus Ihrer eigenen Feder stammen. Das fühlt sich auch viel besser an.

2. Der Textinhalt muss zur Überschrift passen

Es gibt nicht viel enttäuschenderes für einen Leser, als auf eine Keyword gespickte Überschrift hereinzufallen. Beim Lesen des Textes wird diese Täuschung des Verfassers sehr schnell deutlich und sorgt für Unmut beim Leser. Die Website und das dazugehörige Unternehmen bleiben in negativer Erinnerung.

3. Schreiben Sie verständlich

Das Lesen am Bildschirm ist im Vergleich zu einem gedruckten Text für das menschliche Auge viel anstrengender. Wenn es dann noch verschachtelte Bandwurmsätze vorgesetzt bekommt, spielt es nicht mehr mit. Die Konzentration lässt deutlich nach. Die Sätze müssen also möglichst kurz sein. Die Formulierungen sollten nicht zu kompliziert sein.

4. Vermitteln Sie Informationen, die einen Mehrwert für Ihre Leser darstellen

Ihre Leser möchten keine Werbeanzeigen lesen. Sie lassen sich nicht von Ihren Fähigkeiten und Ihrer Fachkompetenz überzeugen, indem Sie sagen: „Wir sind ja so unglaublich kompetent und so viel besser als alle anderen.“

Beweisen Sie Ihre fachliche Kompetenz. Präsentieren Sie sich als Ansprechpartner und Problemlöser. Überzeugen Sie Ihre Leser, indem Sie Wissenswertes aus Ihrer Branche oder Ihrem Tätigkeitsfeld weitergeben. Geben Sie Antworten auf die Fragen Ihrer Zielgruppe.

5. Geben Sie Ihrem Text eine Struktur

Jeder Text sollte über eine inhaltliche Struktur verfügen, die dem Leser hilft, den Textinhalt zu verstehen. Neben dem inhaltlichen Aspekt spielt auch die Darstellung eine wesentliche Rolle. 1000 Wörter im Blocksatz wirken abschreckend. Das Thema muss den Leser wirklich interessieren, damit er sich daran wagt. Durch eine aufgelockerte Darstellung unterstützen Sie Ihre Leser dabei bis zum Ende dran zu bleiben. Wie kann das aussehen?

  • fügen Sie Zwischenüberschriften ein
  • nutzen Sie Aufzählungen
  • verwenden Sie Listen
  • heben Sie einzelne Aussagen hervor
  • fügen Sie Schaubilder ein

6. Schreiben Sie nicht für sich selbst, sondern für Ihre Zielgruppe

Sie müssen Ihre Zielgruppe identifizieren, um ihre Wünsche und Bedürfnisse zu kennen. Lassen Sie dieses Wissen bei der Texterstellung einfließen. Die Texte müssen Ihre Leser inhaltlich und auch sprachlich begeistern. Wenn der Funke nicht überspringt, verlieren Sie den Besucher Ihrer Website bereits nach wenigen Sekunden.

7. Geben Sie dem Artikel ein bewusstes Ende

Wenn ein Text abrupt endet, kann das zu Verwirrung beim Leser führen. Machen Sie also deutlich, dass der Text zu Ende ist. Sie können entweder eine kurze Zusammenfassung als Abschluss schreiben, den Leser zu einer Handlung auffordern oder ihn zumindest nochmal bewusst ansprechen. Ihnen werden vielleicht auch noch andere Abschiedsmöglichkeiten einfallen. Egal wie Sie sich entscheiden, lassen Sie Ihre Leser nicht im Regen stehen.

In diesem Sinne bedanke ich mich dafür, dass Sie bis zum Schluss durchgehalten haben. Natürlich gibt es noch weitere Kriterien, die für gute Texte entscheidend sind. Ich wollte Sie aber auch nicht überfordern. Lassen Sie das Gelesene erstmal sacken und überprüfen und überarbeiten Ihre eigenen Texte hinsichtlich der oben genannten Aspekte. Über weitere Gesichtspunkte werde ich in einem späteren Beitrag berichten.