Texte – Online und Print – müssen für die Zielgruppe geschrieben werden. Dieser Aussage stimmen zwar grundsätzlich viele Unternehmen zu, doch leider spiegelt sich das in der Realität nicht wider. Die Gründe dafür sind zwar vielfältig, doch das Ergebnis ist eindeutig. Wer Texte nach dem Motto: „Einer für alle“ schreibt, verschenkt Potential und büßt Sichtbarkeit und Umsatz ein.

Der Zielkunde sollte so speziell wie möglich definiert werden

Menschen möchten nicht Teil einer konturlosen Masse sein. Sie sind unterschiedlich. Sie haben individuelle Bedürfnisse und Ansprüche. Diese versuchen sie unter anderem durch ihre Kaufentscheidungen zu erfüllen. Die Auswahlmöglichkeiten sind allerdings mittlerweile äußerst umfangreich. Die Konkurrenz ist groß. Mit großer Wahrscheinlichkeit erhält derjenige den Zuschlag, der es schafft, seine Kunden emotional anzusprechen.
Nehmen wir als Beispiel einen Laufschuh. So sieht eine allgemeine Zielgruppenbestimmung aus:

  • Auf welchem Untergrund läuft der Kunde*in? Auf Schotter, Waldboden oder Asphalt?
  • Welche Fußform und Fußstellung hat der Kunde*in?
  • Wie häufig läuft der Kunde*in?

Diese Fragen werden in den meisten Produktbeschreibungen beantwortet. Aber haben Sie damit wirklich Ihre Zielkunden angesprochen?
Leider nur teilweise. Ein wesentlicher Aspekt fehlt. Die Persönlichkeit. Haben wir es mit Anfängern, routinierten Hobbyläufern oder Profis zu tun? Aus welchem Grund Laufen sie? Macht es ihnen Spaß oder ist Laufen ein notwendiges Übel zur Gewichtsreduktion? Alle diese Kunden möchten einen Laufschuh kaufen, doch haben sie unterschiedliche Erwartungen an das Produkt.
Dem Profi genügen harte Fakten, während dem Anfänger zusätzlich ein Lauferlebnis vermittelt werden sollte.

Nur wer sich von einem Text wirklich angesprochen fühlt, liest ihn bis zum Schluss. Erst dann besteht die Möglichkeit, dass sich der Leser für Ihr Unternehmen oder Produkt entscheidet und Ihr Kunde wird. Die Feinheit macht den Unterschied.

Stellen Sie die richtigen Fragen

Es ist gar nicht so schwer, den eigenen Zielkunden für Ihr Unternehmen zu bestimmen. Fangen Sie mit dem Allgemeinen an und gehen dann immer weiter in die Tiefe. Stellen Sie sich zum Beispiel folgende Fragen:

  • Geschlecht?
  • Altersgruppe?
  • Sozialer Status?
  • Bedürfnis?
  • Welches Problem soll gelöst werden?
  • Kann dieses Problem noch spezieller definiert werden?
  • Wie sieht Ihre Lösung aus?

Sammeln Sie alle Informationen und lassen Sie diese in Ihre Texte einfließen. Schreiben Sie unterschiedliche Texte, so individuell wie möglich.

Fazit

Fragen Sie sich einmal ganz kritisch, wie gut Sie Ihre Zielkunden kennen.
Gibt es nur eine spezifische Gruppe oder sprechen Sie mehrere Zielgruppen an? Sofern es mehrere Zielgruppen sind, versuchen Sie nicht diese durch denselben Text anzusprechen. Passen Sie die Texte an die individuellen Bedürfnisse an und steuern Ihre Marketingmaßnahmen entsprechend. Der Erfolg wird Ihnen recht geben.
Haben Sie das Gefühl, Ihren Traumkunden gar nicht zu kennen? Kein Problem, ich mache Sie beide miteinander bekannt. Sprechen Sie mich an!