In diesem dritten Teil meiner Blogreihe: Was macht das Coronavirus mit unserer Gesellschaft?, beschäftige ich mich mit dem Thema „Soziale Isolation“.

Seit nun fast zwei Wochen, genauer gesagt seit dem 23.03.2020, gilt in Deutschland ein so genanntes Kontaktverbot aufgrund des Coronavirus. Es dürfen sich nicht mehr, als zwei Menschen gleichzeitig versammeln. Ausgenommen sind Kernfamilien und Wohngemeinschaften. Keine Treffen mit Freunden, kein Besuch bei den Eltern, die Kollegen sind im Homeoffice oder mussten die Arbeit komplett einstellen: Das ist aktuell unsere Realität.

Es handelt sich um Schutzmaßnahmen für Risikogruppen und zur Entlastung unseres Gesundheitssystems. Doch egal wie sinnvoll und wichtig sie auch sind, sie hinterlassen Spuren … und ein Ende ist bisher nicht in Sicht …

Der Mensch ist nicht für das Alleinsein gemacht

Der Mensch ist ein soziales Wesen. Wir fühlen uns in Gruppen sicherer als allein und empfinden eine höhere Lebensqualität. Neben einer individuellen Identität entwickeln wir im Laufe unseres Lebens auch eine soziale Identität. Diese wird von unseren Bezugsgruppen wie unserer Familie, Freunden oder Kollegen geprägt.
Das Bedürfnis nach Geselligkeit ist bei jedem Einzelnen unterschiedlich stark ausgeprägt. Es ist also nicht an einer festen Zahl von Kontakten auszumachen, wann soziale Isolation beginnt. Das ist von Individuum zu Individuum unterschiedlich. Es gibt Menschen die mit dieser Situation besser umgehen können als andere. Aber herausfordernd ist es für alle.

Pauschal können wir sagen, dass diejenigen Menschen von sozialer Isolation betroffen sind, die sich einsam fühlen. Und Einsamkeit kann erhebliche physische und psychische Folgen haben. Wir hatten so gut wie keine Vorbereitungszeit, um uns auf die Situation einzustellen. Wir konnten keine Vorkehrungen treffen und müssen nun Strategien entwickeln, um diese Zeit möglichst unbeschadet zu überstehen.

Ängste und soziale Isolation

Neben der sozialen Isolation oder dem Gefühl der Einsamkeit haben viele Menschen in der aktuellen Situation zusätzlich mit Ängsten zu kämpfen. Das sind zum Beispiel Existenzängste, Verlustängste oder auch Zukunftsängste. Und das ist auch nachvollziehbar, bei der Wucht, mit der uns das Virus getroffen hat. Also ich hätte es nicht geglaubt, wenn mir jemand vor drei Monaten gesagt hätte, wo wir heute stehen. Sie etwa?
Zu der wahnsinnig rasanten Veränderung gesellt sich das Gefühl der Machtlosigkeit hinzu. Gemeinsam sorgen sie für Überforderung. Ängste bis hin zu Depressionen sind für mich eine logische Konsequenz.

Hilfe in Anspruch zu nehmen ist ein Zeichen von Stärke

Wer sich überfordert fühlt und feststellt, dass die Situation zunehmend belastender wird, sollte rechtzeitig nach Unterstützung suchen. Viele Menschen scheuen sich vor diesem Schritt, weil sie glauben, dass das ein Zeichen von Schwäche ist. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Es ist ein Zeichen von Stärke, um Hilfe bitten zu können. Und das ist nicht nur in einer solchen Krise so.

Ein Coaching kann hier schnell und unkompliziert Abhilfe schaffen. Es ist die ideale Möglichkeit, den Teufelskreis aus negativen Gedanken zu durchbrechen und den eigenen Fokus zu verändern. Sie fragen sich, wie das bei dem aktuellen Kontaktverbot funktionieren soll?

Die Lösung ist zum Glück ganz einfach: Coaches reagieren auf die aktuellen Anforderungen und Bedürfnisse und haben deshalb vermehrt Online-Coachings in ihr Angebot aufgenommen. Achten Sie bei der Suche darauf, dass Sie sich an einen gut ausgebildeten und qualifizierten Coach wenden. Denn die aktuelle Situation erfordert Erfahrung und Fingerspitzengefühl. Aus eigene Erfahrung kann ich Ihnen Meike Harms-Ensink von Innere Haltung empfehlen: https://www.innerehaltung.org/.

Die älteren Menschen nicht vergessen

Besonders betroffen von sozialer Isolation sind die Menschen, die auch keinen Bezug zu sozialen Medien haben. Das sind primär unsere älteren Mitmenschen, die zusätzlich häufig auch noch alleine leben.
Wir sollten uns also bewusst Zeit für unsere Eltern und Großeltern nehmen und ihre besondere Situation anerkennen. Regelmäßige Telefonate können hier Abhilfe schaffen.

Fazit

Die Herausforderungen vor denen wir in der aktuellen Situation stehen, können wir nur gemeinsam meistern. Wir müssen Mittel und Wege nutzen, um miteinander in Kontakt zu bleiben. Soziale Medien und weitere Online-Angebote leisten hierfür einen entscheidenden Beitrag. Wir sollten versuchen diejenigen, die bisher wenig mit digitalen Kommunikationsformen in Berührung gekommen sind, zur Nutzung zu ermuntern.
Ich selber bin Mitglied im Unternehmernetzwerk BNI und bin sehr froh darüber, dass unsere Treffen mittlerweile online stattfinden. Das wirkt sozialer Isolation entgegen. Wir freuen uns immer über Besucher. Interesse? Sprechen Sie mich gerne an!

Wie gehen Sie aktuell mit der Isolation um? Haben Sie Tipps für uns? Ich freue mich auf Ihre Kommentare.